Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen – 25. November
Dr. Helmut Martin: „Gewalt gegen Frauen entschieden entgegentreten – Schutz, Beratung und Prävention stärken“
Hilfs- und Beratungsangebot in Stadt und Kreis Bad Kreuznach sichern und ausbauen
Zum „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ erinnert der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Helmut Martin an die weiterhin dramatische Situation vieler betroffener Frauen auch in Stadt und Kreis
Bad Kreuznach. „Für viele Frauen ist das eigene Zuhause kein sicherer Ort. Statistisch ist jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen, jede vierte
erlebt körperliche oder sexuelle Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner. Diese Zahlen steigen seit Jahren – und mit ihnen der Bedarf an Schutz und Beratung“, so Dr. Martin.
In den vergangenen Wochen informierte sich Dr. Martin intensiv vor Ort über Hilfsangebote in der Region. Zur Lage des Frauenhauses Bad Kreuznach sprach er mit der Vorsitzenden des Trägervereins
Dr. Susanne Kother-Groh und der Leiterin Petra Wolf. Insbesondere die Arbeit des Frauenhauses, die Situation des Trägervereins „Frauen helfen Frauen e.V.“ und des Fördervereins waren Themen des
intensiven Gesprächs. Wichtig war dem Abgeordneten aber auch, zu erfahren, wie die Betreuung und Nachbetreuung der betroffenen Frauen und der Kinder erfolgt. „Die Mitarbeiterinnen im Frauenhaus
und in der Beratung leisten Beeindruckendes in emotional fordernden Situationen. Wir können froh sein, dass wir hier in der Gegend schon früh solche Hilfsangebote etablieren konnten. Das muss
Ansporn sein, die Hilfsangebote abzusichern und auszubauen“, fasst Dr. Martin zusammen.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Informationsgespräche war der Bereich Täterarbeit, der entscheidend dazu beiträgt, Gewaltspiralen zu durchbrechen. Gemeinsam mit dem Fraktionsvorsitzenden Gordon
Schnieder und seinem Fraktionskollegen Michael Wäschenbach besuchte Martin die Beratungsstelle für Täterarbeit in Bad Kreuznach und sprach mit der Leiterin Julia Reinhardt. Die Einrichtung ist –
wie viele andere – personell und finanziell stark belastet. Die erwarteten steigenden Fallzahlen infolge neuer gesetzlicher Vorgaben werden die Lage weiter verschärfen. „Die Täterarbeit wirkt –
sie verhindert im besten Fall erneute Gewalt und schützt damit Frauen und Kinder“, so Martin. „Doch ohne eine verlässliche, solide Finanzierung droht dieses System zu kollabieren.“ Gemeinsam mit
Michael Wäschenbach hat er deshalb eine Kleine Anfrage zur zukünftigen Förderung der Täterarbeit an die Landesregierung gerichtet.
„Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen ist Mahnung und Auftrag“, sagt Dr. Martin. „Wir brauchen mehr Schutzplätze, bessere Finanzierung, stärkere Prävention und eine konsequente
Weiterentwicklung der Hilfestrukturen – für Frauen, für Kinder und für alle, die Schutz benötigen. Jede Frau hat das Recht auf Sicherheit. Dafür setze ich mich ein.“